Amelia Earhart geht ihren Weg

Die ikonischen Belstaff Jacken wurden unter anderem von Amelia Earhart getragen und nun veröffentlicht das Unternehmen einen Kurzfilm über die legendärste Pilotin aller Zeiten als Hommage an ihren Mut und ihre Entschlossenheit.

Amelia Earhart. REX/Shutterstock
Amelia Earhart. REX/Shutterstock

Als die damals 30-jährige Amelia Earhart 1928 als erste Frau den Atlantik überflog, erlangte sie über Nacht weltweiten Ruhm, der sie jedoch in keinster Weise befriedigte. Sie war lediglich Passagierin an Bord des Fokker Trimotor Wasserflugzeugs „Friendship“ gewesen und übernahm das Steuer erst am Folgetag nach Zwischenlandung in Wales auf dem Weiterflug nach Southhampton, wo sie begeistert empfangen wurde. Außerdem war die Atlantiküberquerung weiß Gott keine leichte gewesen, was durch die Tatsache verstärkt wurde, dass der eigentliche Pilot, Bill Stultz, Alkoholiker war. In Interviews sagte Earhart: 'I was merely baggage.' („Ich war nicht mehr als ein Gepäckstück.“) Doch auf privater Ebene holte der neue amerikanische Liebling der Lüfte diesen einen Tag nach und überquerte den Atlantik auf seine eigene Art – ganz allein.

Obwohl Amelia ernormer Ruhm zuteil wurde, stand sie nicht gern in der Öffentlichkeit. Details über ihre bevorstehende Atlantiküberquerung hielt sie mit Ausnahme einiger weniger Intimfreunde geheim. Ihre Lockheed Vega war ziemlich gut ausgestattet mit zusätzlichen Treibstofftanks, Navigationsgeräten und einem stärkeren Motor. Als sie Teterboro in New Jersey mit dem Ziel Neufundland verließ, trug sie nur ihre Pilotenkleidung, eine Flasche mit Suppe und eine Dose Tomatensaft mit einem Strohhalm bei sich. Das nennt man im wahrsten Sinne des Wortes leichtes Gepäck.

Am 30. Mai 1932 startete sie in Richtung Europa und geriet schon bald in einen starken Sturm. Ihr Höhenmesser ging kaputt, sodass sie keine Vorstellung mehr davon hatte, in welcher Höhe über dem Meer sich ihre Vega befand. Als sie versuchte höher als die extremen Winde zu fliegen, vereiste das Flugzeug. Amelia bemerkte, dass eine Schweißnaht am Abgaskrümmer Feuer gefangen hatte. Wenn dieser durchbrannte, würde eine Vibration entstehen, die zu einem Motorschaden hätte führen können.Sie flog durch eine sehr lange und turbulente Nacht.

Das Tageslicht sorgte für ein wenig Erleichterung. Sie war gefangen zwischen zwei Wolkenschichten, weiterhin ohne jegliche Vorstellung über ihre Position bzw. Höhe. Der Abgaskrümmer klapperte, das Cockpit füllte sich mit Dämpfen von einem der leckgeschlagenen Treibstofftanks, dessen Inhalt ihr bereits den Nacken heruntertropfte. Sie hoffte, irgendwie Paris zu erreichen. In diesem Moment hätte sie sich über jedes Land unter ihr gefreut.

Amelia Earhart in the Belstaff Newfoundland coat. Getty Images
Amelia Earhart in the Belstaff Newfoundland coat. Getty Images

Irgendwann stieß sie durch die Wolken unter ihr und sah zunächst ein Boot, dann eine Fischereiflotte und schließlich die Küste. Sie folgte einer Schienenlinie ins Landesinnere bevor sie auf einem Feld landete. Amelia war in Londonderry gelandet. Nach 14 Stunden und 56 Minuten hatte sie es geschafft.

Die klassische britische Outdoor-Marke Belstaff, die den beliebten Earhart „Look“ aus Stiefeln, einer Kniebundhose und einer Seidenbluse um kultige Jackendesigns erweiterte, feiert Amelias bahnbrechenden Erfolg mit einem neuen Film namens Falling Up mit der Schauspielerin Liv Tyler in der Rolle der Pilotin. Durch atemberaubende Bilder transportiert der Film nicht nur Neugierde und Abenteuerlust sondern auch den unglaublichen Mut, den diese Frau aufgebracht haben muss, um sich auf eine Ozeanüberquerung durch die Luft zu machen, in einer Zeit, in der andere beim selben Versuch meist gescheitert und häufig sogar gestorben sind.

Tyler ist die perfekte Wahl für Earhart. Nicht nur, dass beide Frauen nach absoluter beruflicher Perfektion streben, sie verkörpern auch beide einen zwanglos natürlichen Stil. Historische Quellen berichteten immer wieder von Amelias jungenhaft hübschem Äußeren, ihrer schlanken Statur, ihren ausgeprägten Gesichtskonturen, ihrer hohen Stirn, ihrem direktem Blick, ihrem energiegeladenen Wesen und ihrem gewinnenden Lachen. Zeitungsartikeln zufolge war Amelia auch eine starke Feministin, die sich stets für die persönliche Freiheit und Selbstbestimmtheit von Frauen einsetzte. Genau wie Frau Tyler, die aktive UNICEF Botschafterin ist und sich in der Krebsforschung für Frauen engagiert. Es ist kein Zufall, dass auch sie gerne in Belstaff Jacken zu sehen ist.

Der Film ist kein Dokumentarfilm über die Atlantiküberquerung sondern eine impressionistische Erzählung mit extrem dramatischen Sequenzen und Rückblicken, die die menschliche und elementare Spannung und Herausforderung Earharts sowie ihren unbändigen Pioniergeist, der sie bei ihrem Vorhaben, diesen Rekord zu brechen und die Rolle der Frau in der Welt neu zu definieren, antrieb, auf perfekte Weise vermittelt.