Adventure Talk: Squash Falconer

Squash Falconer ist ein Adrenalinjunkie und sieht in ihrer grenzenlosen Energie, ihrer Kraft und der richtigen Dosis ihrer positiven, mentalen Einstellung den Grund für ihre unglaublichen, körperlichen Leistungen: Die Ersteigung des Mount Everest und der Gleitschirmflug vom Gipfel des Chamonix.

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Zehn Minuten nach Squash Falconers Redebeginn im South Kensington Club sitzt im Publikum keiner mehr auf seinem Stuhl. Jeder im Saal wurde gebeten, bei geschlossenen Augen mit einem Fuß vor dem anderen zu stehen und eine Hand über dem Mund zu halten, um das Atmen zu erschweren. Der Effekt stellt sich sofort ein und ist unbequem und überraschenderweise desorientierend. Das Ziel ist, einen kleinen Einblick in das Leben einer Bergsteigerin zu gewähren, obgleich ohne Höhenkrankheit, Erschöpfung, eiskalten Temperaturen und dem Gefühl, ein Drittel des Körpergewichts auf dem Rücken zu tragen. Das ist alles andere als angenehm.

Wenn aber jemand für so ein Leben bestimmt ist, dann ist es Squash Falconer. Mit echtem Namen heißt die britische Abenteurerin und Moderatorin Louise - der ungewöhnliche Spitzname stammt aus Kindheitstagen - und verfügt über die unerschöpfliche Energie und Begeisterung eines Labradorwelpen, mit dem sie auch das sonnige Gemüt gemein hat. Der unersättliche Hunger auf neue Herausforderungen und die Unfähigkeit, jegliche Gelegenheiten auszuschlagen, haben aus ihr die führende, britische Abenteurerin und Spendensammlerin gemacht. Sie hat die Gabe, ihre überaus spannenden Hobbies, zu denen auch Fahrradfahren, Paragliden und Snowboarden gehören, in einzigartige und anspruchsvolle Abenteuer zu verwandeln.

„I think I'm a really lucky person because, when I wake up in the morning, I'm always in a good mood (Ich finde, ich bin ein Glückspilz.Wenn ich früh aufwache, bin ich immer gut gelaunt),“ sagt sie lächelnd. Falconer erzählt begeistert von ihrer positiven Einstellung einer jeden Aufgabe gegenüber. „Physical preparation is huge, obviously, but mental preparation is equally, if not more important. When things get really tough, you have to draw on that inner strength to keep you going (Die physische Vorbereitung ist natürlich enorm, aber die mentale Einstellung ist genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger. Wenn es hart auf hart kommt, benötigst du die innere Stärke, um weiter zu machen).“

Als echte Bergsteigerin hat Falconer diese innere Stärke bis an ihre äußersten Grenzen getestet. Im Jahre 2011 erreichte sie den Gipfel des notorisch gefährlichen Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt. Wenngleich sie zugibt, dass es einunbeschreibliches Gefühl war, auf dem höchsten Punkt der Welt zu stehen,gibt sie überraschend freimütig Auskunft über die Erfahrung im Ganzen: „It was absolutely horrendous! (Es war schrecklich!)“, lacht sie. „I went through every single emotion during that expedition - it was terrible and awful and traumatic, but it was also wonderful. When I actually summited, the visibility was terrible, it was so cold and I'd pushed so hard to get to the top that I stood there and thought, "My God, have I pushed this too far?" I remember feeling incredibly anxious to get going on the journey back down (Während dieser Expedition durchlief ich alle Emotionen - es war schrecklich und furchtbar und traumatisch, aber es auch war wundervoll. Während dem Aufstieg war die Sicht schrecklich, es war so arg kalt undich bemühte mich so sehr, den Gipfel zu erreichen, dass ich dann oben stand und dachte„Lieber Gott, habe ich es jetzt übertrieben?“Ich kann mich erinnern, dass ich sehr darauf erpicht war, den Abstieg anzutreten)“.

Falconer beschreibt ihre Motivation zu schwierigen, oft gefährlichen Unternehmungen als'Einbauteil' und als Teil ihrer Persönlichkeit. Natürlich spielt ihre ländliche Herkunft eine entscheidende Rolle. Während ihrer Kindheit auf dem Familienhof in Derbyshire war sie von Anfang an eine 'Mini-Abenteurerin' mit einem Spielplatz voller Bäume, Stallungen, Traktoren und Quads. Als selbsternannter Wildfang verlief ihre Begeisterung für Outdoor-Aktivitäten immer parallel mit ihrer Liebe für Geschwindigkeit. Ihr Onkel brachte ihr im Alter von sechs Jahren das Fahren bei und der frühe Zugang zu Quads und Trikes führten zu einer andauernden Liebe für Motorräder.

Vor kurzem beendete Falconer die Filmarbeit an einer Abenteuerserie mit einigen sehr gefährlichen Fahrten durch Südamerika. Sie hofft, eine zweite Serie in Afrika drehen zu können. „There's something so amazing about the freedom of being on a motorbike (Wenn man auf dem Motorrad sitzt, spürt man auf ganz besondere Weise das Gefühl der Freiheit),“schwärmt sie. „Riding at speed and being so close to the elements is absolutely incredible - I'm addicted to the thrill of it (Es ist unbeschreiblich, schnell zu fahren und sich den Elementen so nahe zu fühlen - Ichbin süchtig nach diesem Kick).“

Mit dem Motorradführerschein erreichte sie eine ihrer bisher persönlich größten Leistungen. Im Jahre 2009 kam ihr die Idee, durch Frankreich bis nach Chamonix an den Fuß des Mont Blanc zu fahren. Von dort aus wollte sie den Gipfel ersteigen und mit einem Gleitschirm hinunterfliegen. Da kein Budget für ihre ehrgeizigen Pläne vorhanden war, nahm Falconer mit BBC und BMW Motorrad als mögliche Sponsoren Kontakt auf und erzählte jeweils dem einen, dass der andere bereits zugestimmt hätte. Das Okay kam von beiden im letzten Augenblick und die Sache kam ins Rollen. Mit dem 65-jährigen Gleitschirmveteran Irwyn Jehu, der den Mont Blanc bereits vor 40 Jahren erklommen hatte, machte sie sich auf den Weg. Mit der entsprechenden Begeisterung aller Mitwirkenden und viel Glück wurde die Reise ein Erfolg und das Filmmaterial wurde teilweise in der BBC-FernsehsendungInside Out verwendet. Der 22-minütige, haarsträubende Gleitflug Falconers brachte ihr auch einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde, da sie als erste Britin eine solche Leistung vollbrachte.

Als Frau, in einer oft als Männerwelt bezeichneten Umgebung, wird Falconer häufig als Vorbild gefeiert. „I like to make a difference - to both men and women (Ich möchte etwas bewegen - für Männer und Frauen),“, erklärt sie bescheiden. „If I can change someone's perception and help them go for their dreams, that's a fantastic thing (Wenn ich die Sichtweise eines Menschen ändern und helfen kann, damitMenschen ihre Träume verwirklichen, ist das großartig).“

„I always say, if you want to do something, it's out there - just find the right people to help you through it. The most important thing is to just go for it (Ich sage immer, wenn du etwas erreichen willst, danngibt es Mittel und Wege - suche dir einfach die richtigen Leute, die dich unterstützen. Das Wichtigste ist, es einfach zu probieren.)“

Squash Falconers Rede für Belstaffs Adventure Talks im South Kensington Club.

southkensingtonclub.com

squashfalconer.com

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