Ein Blick in die Welt der urbanen Entdecker

Richard Mellor trifft Menschen, die statt in der freien Natur im Großstadtdschungel auf Entdeckungstour gehen

Urban Explorer Steve Duncan
Steve Duncan

Urbane Abenteurer sind in der Regel sehr gut darin, um die Ecke zu denken. Beim Stichwort Abenteuer stellt man sich normalerweise eher Wüsten, Flüsse, die Tundra am Polarkreis oder unwegsame Berglandschaften vor, vielleicht auch epische Fahrten mit einem Kultauto oder dem Motorrad – oder eine Reise zu indigenen Völkern am anderen Ende der Welt. Wohnblöcke, Wolkenkratzer oder Abwasserkanäle spielen dabei keine Rolle. Gedanken an stillgelegte Kraftwerke oder ineinander verschlungene Rohrleitungen stellen sich eher selten ein. Nein, das tun sie nicht – sollten sie aber, denn genauso sieht das Terrain aus, das die waghalsigsten urbanen Abenteurer dieser Welt so richtig reizt.

„Wenn man sich eine Weile mit dem Freerunning beschäftigt hat, sieht man die Welt mit anderen Augen“, verrät Chase schmunzelnd. „Eine Hauptstraße in der Großstadt verwandelt sich in einen potenziellen Spielplatz ... und so weiter. Irgendwann wird das ein kompletter Lebensstil.“ Und wie bei jedem Lebensstil ist auch hier eine bestimmte Garderobe gefragt. Savannendurchquerer bevorzugen Khaki, Motorradfahrer verlassen sich auf Leder. Und auch urbane Abenteurer benötigen Outfits, die ganz spezifischen Anforderungen gerecht werden – und ihre Anonymität wahren.

„Wenn ich auf Erkundungstour gehe, tue ich zwei Dinge auf einmal“, führt Steve Duncan, ein urbaner Entdecker und Historiker aus New York, aus. „Ich versuche, so respektabel auszusehen wie möglich, bin aber gleichzeitig dazu bereit, verrückte Sachen zu machen.“ Die größten Triumphe des 37-jährigen Steve in Sachen Stadterkundung reichen von den Pariser Katakomben bis zu den Tunneln unter dem Petersdom in Rom – und unzählige verbotene Ecken dazwischen. Irgendwie hat er es geschafft, dabei nur vier Mal festgenommen zu werden. Die richtige Kleidung hilft ihm dabei.

Urban Explorer Steve Duncan

„Zu allererst“, fährt er fort, „bereite ich mich auf das entsprechende Umfeld vor. Wenn ich im Winter eine Brücke erklettere, ziehe ich mich warm an. Wenn ich unter der Erde herumkrieche – was immer öfter der Fall ist – trage ich weniger, aber dafür flexiblere Kleidung ... doch der Trick dabei ist, sich immer normal anzuziehen. Denn wenn ich mich so ausrüsten würde, als wollte ich den Mount Everest erklimmen, würde man mich viel eher als potenzielle Gefahr wahrnehmen. Wenn ich aber respektabel daherkomme, sind etwaige Beobachter gleich wesentlich weniger voreingenommen.“ Steve meint, es sei „viel einfacher, heutzutage mit diesem Trick durchzukommen. Es gibt Hosen, die sehr hochwertig gefertigt sind. Außerdem haben viele Hersteller heute ein besseres Verständnis für die Anforderungen, die an Kleidung gestellt werden.“ Seine ganz persönlichen Anforderungen – zum Beispiel ein Sprung in einen Kanalisationsschacht oder ein Balanceakt auf einem hochgelegenen Dach – sind nach wie vor relativ esoterisch und lassen keinerlei Kompromisse in Sachen Strapazierfähigkeit der Kleidung zu.

Auch für Chase ist die Ausstattung das A und O. „Die richtige Kleidung ist ungemein wichtig“, räumt er ein. „Sie muss sich gut anfühlen. Einige Traceurs trainieren in engen Jeans und Hemden, andere bevorzugen lockere Jogginghosen und Tanktops. Am Ende geht es aber darum, seinen ganz persönlichen Stil zum Ausdruck zu bringen.“ Von der Kleidung einmal abgesehen braucht Chase für seine waghalsigen Unternehmungen keine weiteren Hilfsmittel. Genau das macht den Reiz aus. „Ich liebe Parkour, weil dafür anders als bei den meisten anderen Sportarten, für die man Boards, Bikes oder Bälle braucht, nur eines erforderlich ist: der menschliche Körper.“

Und genau solchen Individualisten, die ihren ganz eigenen Lebensweg gehen, bietet die Belstaff Kollektion aus gewachster Baumwolle Schutz bei jedem Wetter, um sich frei und flexibel ins nächste Abenteuer zu stürzen.

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