Von Eskimos zu Oasis: Die Geschichte des Parka

Teo van den Broeke lässt die Geschichte des Parka Revue passieren – von frostiger Wildnis bis zur Marine und hin zur Belstaff Herbst-/Winterkollektion 2017.

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Ob Sie nun einer der Gallagher-Brüder oder ein Eskimo sind: Sie schätzen bereits den Wert eines Parka. Für die Uneingeweihten: Wir sprechen von der Ikone der Herrenbekleidung – einem länger geschnittenen Mantel mit Kapuze. Ursprünglich wurde der Parka von den bereits erwähnten Eskimos in ihrem bitterkalten, rauen nördlichen Lebensraum getragen. Die ersten Parkas wurden aus Karibuhaut oder Seehundfell hergestellt und mit Fischöl für eine zusätzliche Isolierung behandelt. Das moderne Modell hat sich zumindest im Aussehen nicht viel vom ursprünglichen Design entfernt. Der Parka ist der ultimative Begleiter bei kaltem Wetter und präsentiert sich in knielanger Passform mit verlängertem Rückenteil. Er wird aus beschichteter Baumwolle oder Nylon hergestellt und zeichnet sich durch eine Kapuze mit Fellfutter aus, wobei die unterschiedlichen Längen der Fellfasern die Wärme einschließen und kalte, arktische Winde fernhalten.

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Obwohl der Parka zuerst von den Eskimos entworfen wurde, beweist seine Beständigkeit, dass in der Herrenbekleidung Form der Funktion folgt. Die Marine setzte während des Zweiten Weltkriegs auf dieses Kleidungsstück, um Matrosen, Bootsmänner und U-Boot-Fahrer vor den rauen Bedingungen zu schützen. In den 1960er-Jahren trugen die Mods den Parka über enge Anzüge und zu Röhrenhosen, um mit den legendären Vespas und Lambrettas herumzufahren. Mit dem Revival der Mods und des Brit Pops gewann der Parka in den späten 90er und den frühen 2000er-Jahren wieder an Bekanntheit. Dank der Gallagher Brüder, Richard Ashcroft und Damon Albarn kehrt der Parka in unsere zeitgemäßen Stile zurück.

Heutzutage ist der Parka nicht länger eine Laune in der Modewelt, sondern hat sich – ähnlich wie Jeans oder weiße Tennisschuhe – als fester Bestandteil im Kleiderschrank etabliert. Ein wichtiges Detail darf bezüglich des modernen Parkas nicht unerwähnt bleiben. Sie werden kaum noch Fuchs- oder Präriewolfsfell an den Kapuzen finden, die immer häufiger komplett pelzfrei sind oder zunehmend mit qualitativ hochwertigem Kunstfell abgerundet werden.

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Für die durch Marine und Submariner inspirierte Belstaff Herbst-/Winterkollektion 2017 stellt das Traditionshaus die besten Parkamodelle der Saison vor. Der neue Parka erhält seine Inspiration von dem ursprünglich in den 60er-Jahren von Belstaff für die Britische Armee entworfenen Mantel, der seither aus strapazierfähigem, äußerst isolierendem Ballistic Nylon mit Daunenfüllung hergestellt wird. Dieses Material wurde ursprünglich für den Einsatz in Schutzwesten für die Piloten im Zweiten Weltkrieg entwickelt. Dieses Modell wird durch ein durchgehendes Kapuzendaunenfutter abgerundet. Ein zweiteiliger Submariner-Anzug, der 1937 von Kapitän George Philips entworfen wurde, stand Pate für einen kurzgeschnittenen Parka aus gewachster Baumwolle. Tragen Sie Ihren Parka mit hochwertigen, funktionalen Teilen für einen mühelosen Look. Kombinieren Sie dazu eine schwere Selvedge Jeans, einen dicht gestrickten Fischerpullover und schwere, robuste Belstaff Stiefel für einen auffälligen Marinelook (Pfeife und Matrosenkinnbart sei Ihnen überlassen)

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