Hinter der Kamera: Emily Garthwaite und Cat Garcia

Im Alter von 15 Jahren hat Emily Garthwaite miterlebt, wie beinahe fünf Kilometer an unter Naturschutz stehenden Flächen, in denen sie aufwuchs, einem Waldbrand zum Opfer fielen. Unmittelbar darauf schnappte sie sich die Kamera ihrer Mutter und schoss Bilder von der Verwüstung, die sie der örtlichen Zeitung zukommen ließ. „Ich war wirklich verärgert darüber, dass niemand von den aktuellen Geschehnissen wusste, und ich wollte allen davon erzählen. Zur professionellen Fotografie bin ich erst Jahre später gestoßen, aber dieser Tag, an dem ich die Fotos vom niedergebrannten Wald gemacht habe, war der Einstieg für mich.“

Mit gerade einmal 26 Jahren ist Garthwaite eine gefeierte Fotojournalistin und wurde vor Kurzem in den „30 Under 30“ des Forbes-Magazins aufgelistet. Sie arbeitet mit einer Leica M10 und M240, wobei sie den sphärisch wirkenden Wasserfarben-Effekt ihrer Abzüge der Schärfentiefe und den brillanten Farben der Kamera zuschreibt. „Erst beim Abzug, dem letzten Produkt, sieht man, was eine Leica Kamera wirklich leisten kann. Schließlich geht es darum, ein Kunstwerk zu erstellen.“

Angela Hartnett Belstaff Experience video

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Garthwaites Arbeit, die sich auf humanitäre und umweltbezogene Themen fokussiert, reicht von Beiträgen über in Ketten gelegte Malaienbären in Indonesien bis zu Dokumentationen über die 100 Kilometer lange Arba'een-Wallfahrt durch den Süden des Irak – zweimal. Zwar fühlt sie sich instinktiv von Orten in den Bann gezogen, die von Konflikt geprägt sind, doch ihr geht es stets darum, hinter die sensationsgeilen Schlagzeilen zu blicken und die Geschichte aus authentischer, menschlicher Sicht zu erzählen. „Man kann ein Land nur durch seine Bewohner kennenlernen. Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem Toleranz angemessen ist, aber das alleine reicht noch nicht aus. Wir brauchen Inklusivität. Wir müssen mit unseren Nachbarn sprechen, wir müssen dafür sorgen, dass sich unsere Wege kreuzen und wir miteinander sprechen.“

Über ihren Fotoethos erklärt Garthwaite: „Das Wichtigste in meinem Job ist, dass ich belastbar bin und gleichzeitig eine weiche Seite habe. Sollte ich die Weichheit bei meiner Arbeit je verlieren, lass ich das mit der Fotografie sein, glaube ich.“ Genau diese emotionale Verbundenheit mit ihren Motiven und ihre Affinität zu Gemeinschaften in der Peripherie ist es, was Garthwaite zur perfekten Wahl für das „Helden des Alltags“-Projekt gemacht hat. Leica Fotokollegin Cat Garcia lieferte darüber hinaus authentische Fotos hinter den Kulissen.

„Ich liebe es, Porträtserien vor Ort zu schießen, und arbeite außerdem sehr gerne mit natürlichem Licht. Bei dieser Kombination gibt es zahlreiche Aspekte zu beachten, um die richtige Komposition zu erzielen. Für mich dreht sich alles darum, ein Porträt an der jeweiligen Location anzufertigen, schlicht, aber aus grafischer Sicht einfach wunderschön, und in genau diesem Moment Seele und Quintessenz der Geschichte einzufangen“, so Garcia über ihre Arbeit. Belstaff hat in seiner langjährigen Bestehensgeschichte schon immer auf die Zusammenarbeit mit renommierten Fotografen gesetzt, die einzigartige Arbeitsweisen aufweisen, und durch die Augen von Garcia und Garthwaite sehen wir nun die oftmals schonungslose Landschaft der schottischen Inseln und das scheinbar profane Leben ihrer Bewohner in ganz neuem Licht.

„Belstaff und Leica sind zweifelsohne ein gutes Team. Die Locations und Geschichten, die wir darstellen wollten, lieferten interessante Motive für diese Fotoserie“, so Garcia über das Projekt. „Ich fand es großartig, mit Emily zu arbeiten und sie kennenzulernen. Ich hatte zuvor noch nie an einem Projekt wie diesem mit einem anderen Fotografen gearbeitet. Ich hoffe, dass unsere Fotos in Kombination jede einzelne der porträtierten Geschichten und auch unsere Verbindung mit diesen erzählen.“ Garthwaite fügt hinzu: „Das ist eine einzigartige Erfahrung für alle Menschen gewesen, die wir fotografiert haben, aber im Besonderen wünsche ich mir, dass die Frauen davon inspiriert wurden und sie gefeiert und sie an ihre eigene Belastbarkeit erinnert werden.“

„Ich trage Belstaff Kleidung zwar erst seit Kurzem, aber ich habe zu einer Freundin gesagt, dass ich mich darin unmittelbar bestärkt und gestärkt fühle. Ich setze vor allem auf funktionale Kleidung, aber das alleine gibt mir kein besonderes Gefühl, vor allem nicht, wenn etwas sehr kurzlebig ist. Mit einer Marke wie Belstaff profitiert man von Langlebigkeit.“

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